, 22.10.2015

Meine letzten Unterrichtstage.......

Interview mit Frau Niederwald zum bevorstehenden Ruhestand.

 

Frau Niederwald, Sie stehen jetzt kurz vor dem Ruhestand. Deswegen möchten wir Ihnen noch ein paar Fragen bezüglich Ihres Lehrerdaseins stellen.
Die erste Frage dient erst einmal der Auflockerung: Was wollten Sie einmal werden, als Sie noch ein kleines Mädchen waren? Was war Ihr Traumberuf?

Einen richtigen Traumberuf hatte ich nie. Als ich etwa sechs Jahre alt war wollte ich Handarbeitslehrerin werden, später wollte ich bloß immer mehr Erfahrungen sammeln und neues dazu lernen.

Also sind Sie Lehrerin geworden. Seit wann sind Sie denn Lehrerin und seit wann arbeiten Sie an der Max-Gutknecht-Schule hier in Ulm?

Ich bin jetzt seit etwa 20 Jahren Lehrerin und seit 2006 bin ich hier an der MGS angestellt.

Welche Fächer haben Sie hier unterrichtet bzw. was waren Ihre Aufgaben?

Hauptsächlich unterrichtete ich allgemeinbildende Fächer, gerade Mathematik war mein Schwerpunkt. Dann war ich noch die Klassenlehrerin der Verkäufer.

Werden Sie jetzt, wenn Sie in den Ruhestand gehen, Ihre Arbeit hier vermissen oder freuen Sie sich darauf, Ihre Zeit in andere Interessen zu investieren?

Ich freue mich sehr auf den Ruhestand. Zugegeben habe ich eine Weile gebraucht, bis mir der Gedanke gefallen hat, aber jetzt sehne ich ihn herbei.
Ich möchte die neu gewonnene Zeit in die Geologie, Astronomie, Psychologie investieren, aber auch der Gehirnforschung, neuen Technologien
und dem Wandern widmen.

Gibt es denn ein Ereignis das Sie hier an der Schule erlebt haben, an das Sie sich gerne zurück erinnern? Und dazu die Gegenfrage:
Welches Ereignis würden Sie lieber aus Ihrem Gedächtnis streichen?

Ich habe sehr viele herzliche Begegnungen mit Lehrern aber auch Schülern gehabt, die mir sicher in Erinnerung bleiben werden.
Natürlich gab es auch unangenehme Ereignisse, jedoch habe ich auch aus diesen etwas gelernt, am meisten über mich selbst.
Es ist egal ob das Verhalten anderer einen emotional positiv oder negativ berührt, es spiegelt die eigenen Charaktereigenschaften und die unbearbeiteten Verhaltensweisen wieder.

Würden Sie dann jetzt so kurz vor dem Ruhestand sagen, Sie waren immer glücklich mit Ihrer Karrierewahl oder hatten Sie ab und an das Verlangen nach einem anderen Beruf?

Nein, ich würde sagen, der Beruf war genau das Richtige für mich. Die Erfahrungen mit den Lehrern und Schülern, die ich hier gesammelt habe, möchte ich nicht missen, denn sie waren für mich bedeutend und das Leben selbst.

Gibt es zum Schluss noch etwas, dass Sie Ihren Kolleginnen und Kollegen mit auf den Weg geben möchten?

Die Zeit mit Euch gehört zu den schönsten Zeitabschnitten in meinem Leben. Bleibt so wie Ihr seid!

Wir bedanken uns bei Gisela Niederwald für die letzten 9 Jahre, in denen sie die Schule engagiert und tatkräftig unterstützt hat und wünschen ihr alles Gute für die Zukunft.

 

(Das Interview wurde im Oktober 2015 von Sabrina Wachter, FSJ-Praktikantin an der MGS, geführt)

 

 

Stiftung Katholische Freie Schule der Diözese Rottenburg-Stuttgart