, 03.04.2016

Ostern im fremden Land – VABO-Klasse der MGS drückt aus, was sie verstanden hat

Alles ist neu für sie, da sie erst seit knapp sechs Wochen bei uns an der Schule sind. Seit dieser Zeit beschäftigen sich die jungen Flüchtlinge intensiv und mit großem Fleiß mit der deutschen Sprache, der beruflichen Integration sowie mit einem kulturellen Deutschland, das mit all seinen Sitten und christlich geprägten Traditionen wie beispielsweise dem hervorstehenden Osterfest zunächst erstmals fremd ist und erst noch verstanden werden muss.

Nach sechs Wochen gibt doch schon Fortschritte: Sie verstehen immer mehr, können sich so langsam auf Deutsch ausdrücken und verständigen sich auch untereinander auf Deutsch. Doch reicht dies alles aus, um zu verstehen, was es sich mit dem Osterfest, den Osterferien oder dem Osterhasen auf sich hat?
Im Deutsch als Zusatzsprache-Unterricht brachte die Lehrerin, Frau Freitag, mit allen ihr zu Verfügung stehenden Mitteln den Flüchtlingsschülern das österliche Wissen bei. Doch was ist Stoffvermittlung ohne Lernzielkontrolle?
Daher lag es nahe, die neuen Schüler zu bitten, das neue Wissen mehrdimensional in Form einer Figur oder eines Plakates darzustellen. Das Ergebnis dieses ganzheitlichen Zuganges hat die Deutschlehrerin dann doch stark überrascht. Heraus kam eine farbige Stele mit freudigen Gesichtern, offenen Blüten unter Einbezug der Flaggen ihrer unterschiedlichen Herkunftsländer. Es ist ein freundliches, friedliches und optimistisches Ostern, das hier dargestellt ist.

Das kleine Kunstwerk schmückt derzeit den Schulflur der Max-Gutknecht-Schule und wird von allen Kollegen und Besuchern sofort verstanden: Frohe Ostern!

Nesrin Freitag, Deutschlehrerin im VABO der Max-Gutknecht-Schule

Stiftung Katholische Freie Schule der Diözese Rottenburg-Stuttgart